Verlange ich zuviel?

In der Zeitschrift Börse-Online ist eine Kolumne von mir erschienen, zu der ich mich zu Fragen rund ums Geld in Paarbeziehungen äußere. Hier die erste Frage:

„Mein Lebensgefährte verdient wesentlich mehr als ich, lässt mich aber die Hälfte der Miete unserer gemeinsamen Wohnung zahlen. Auch beim Essengehen, beim ­Urlaub und bei gemeinsamen Anschaffungen besteht er auf halbe-halbe. Ich hätte gern, dass er mehr bezahlt. Verlange ich zu viel?“

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Autor: Michael Mary

Autor von 40 Büchern, Berater für Paare und Einzelne, E-Learning-Kurse.

5 Gedanken zu „Verlange ich zuviel?“

  1. Hallo lieber Michael,

    ich habe, wie viele andere hier eine Frage zum Thema „Liebe und Geld“.
    Kurz zur Gesamtsituation:
    Mein Partner: 30 Jahre alt, durchschn. Monatsverdienst 3000 EUR netto.
    Ich: 25 Jahre alt, Studentin, durchschn. Monatseinkommen 800 EUR.
    Mein durchschnittliches Einkommen ist meinem Freund bewusst. Vor kurzem wollten wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub buchen. Aus dem Gespräch ist es mir klar geworden, dass mit so einem rasantem Monatseinkommen ich den Urlaub für meinen Teil komplett alleine zahlen muss.
    Meine Frage ist, ob so eine Einstellung tatsächlich für deutsche Paare in so einer Situation üblich ist oder habe ich was mit einem Ausnahmefall zu tun?
    Für meine Prinzipien und Vorstellung einer Partnerschaft ist so eine Verhaltensweise ein genügender Grund für eine Trennung, da es aus meiner Sicht selbstverständlich ist, dass der einkommensstärkere Partner eine höhere finanzielle Beteiligung zumindest vorschlagen sollte.
    Mich würde es sehr interessieren, wie du das siehst.
    Vielen Dank!

    1. Hallo,
      wie das die Paare im Durchschnitt sehen, ist ja nicht wichtig, sondern wie Du es siehst. Offenbar findest Du das nicht gut. Anstatt gleich das Handtuch zu werfen lass ihn doch einfach alleine fahren, mit dem Hinweis „Das kann ich mir nicht leisten“. Wenn er darauf nicht reagiert, kannst Du immer noch sehen, wie es weitergeht.
      Das Urlaubsgeld gehört in den Bereich des Freundesgelds, da geht es um Teilhaben lassen. Je mehr man den anderen an eigenen Ressourcen teilhaben lässt, je mehr wird die freundschaftliche Liebe gefördert.
      Beste Grüße, Michael Mary

  2. Ich verdiene fast das Doppelte von meiner (2.) Ehefrau, sie zahlt mit 1/5 ihres Gehaltes ihre Eigentumswohnung ab, ich mit 1/5 meines Gehaltes das Haus in dem wir beide leben und zudem 1/5 als Unterhalt für meine 2 Kinder und mit einem weiteren 1/5 die laufenden Hauskosten – meine Frau kommt nicht auf die Idee, sich an unseren gemeinsamen Hauskosten zu beteiligen. Ist es zuviel verlangt, wenn ich wünsche, dass Sie sich daran beteiligen würde?

    1. Hallo Andreas, die Frage ist so nicht zu beantworten. Deine Frau zahlt offenbar eine eigene Eintentumswohnung ab. Wem gehört das Haus, in dem ihr beide wohnt? Das wäre wichtig zu wissen. Und sind das die Kinder aus erster oder aus zweiter Ehe?

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